Kindertagesstätte Löwenzahn

 Besuch von Therapeuten auf vier Pfoten am 12. November 2009 11:55 Uhr

AHAUS Über tierischen Besuch freuten sich jetzt die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Löwenzahn in Ahaus. Im Rahmen der Ausbildung zum Theraphiebegleithund hatten einige Tiere kurz vor der Prüfung noch einmal die Möglichkeit, ihr Können in der Einrichtung unter Beweis zu stellen.

Charlotte Herdring (l.) mit ihren angehenden Theraphiebegleithunden Gina und Kaya in der Kindertagesstätte Löwenzahn.

Iniziiert hatte die Veranstaltung Kita-Leiterin Roswitha Wensing, die gleichzeitig auch die Leiterin des Hundezentrums ist, in dem die Vierbeiner ausgebildet werden. Den Kindern wurde an diesem Tag die Chance gegeben, den Umgang mit Hunden spielerisch zu erlernen und zu trainieren.

Dadurch konnten auch mögliche Berührungsängste der Kleinen mit den Tieren abgebaut werden. Doch nicht nur für den Einsatz in Kindertagesstätten oder Kindergärten sind die Therapiebegleithunde geeignet. Sie können ebenfalls bei Menschen mit Behinderung oder ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) sowie in Altenheimen oder in Logopädhiepraxen vielfältig eingesetzt werden.

Das Ziel einer solchen Therapie ist, das sich die Patienten öffnen, Freude empfinden und animiert werden, aktiv mitzuarbeiten, so Roswitha Wensing. Die Tiere kommunizieren einfach anders mit den Menschen und haben den Vorteil, dass sie unvoreingenommen sind, wenn sie einer Person begegnen, so Wensing weiter.

Zeitintensive Ausbildung der Tiere

Die Ausbildung dieser Tiere ist allerdings sehr zeitintensiv und nicht jeder Hund eignet sich dafür. Die Vierbeiner müssen lernen, wie sie sich in bestimmten Situationen richtig verhalten müssen. Dafür ist in manchen Fällen auch oftmals ein sprichwörtlich dickes Fell von Nöten, da es Menschen gibt, die die Hunde krankheitsbedingt und unbeabsichtigt gröber anfassen oder kraulen. Gerade in diesen Situationen ist es wichtig, dass die Tiere richtig reagieren und nicht zuschnappen.

Den Kindern und ihren Eltern hat der Besuch der Hunde viel Spaß bereitet. Deshalb kann es laut der Organisatorin auch gut sein, dass diese Aktion im Laufe der Zeit noch einmal wiederholt wird, um den Kindern den besten Freund des Menschen näher zu bringen.

 

Quelle : Münsterlanzeitung